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1912Gasteiger gründet die „Laasa“

Gasteigers Geschäftsidee war es nicht so sehr den Laaser Marmor für die Bildhauerei zu verwenden, sondern er wollte vielmehr den Stein als Material für Fassadenverkleidungen bei repräsentativen Gebäuden nutzen. Gasteiger, der es in München durch sein "Brunnenbüberl" zur Stadtberühmtheit gebracht hat, wurde in Laas mit offenen Armen empfangen. Die Gemeinde Laas schien endlich jemanden gefunden zu haben, der ihr den in Eigenregie und defizitär betriebenen Nesselwandbruch abnahm.

Gasteiger muss bei seinen Verhandlungen mit der Gemeinde den Eindruck erweckt haben der "reiche Onkel aus Amerika" zu sein. Gasteigers Plan: Eine Straße zu den Brüchen sollte errichtet und Aktionäre an der Gesellschaft beteiligt werden. Und Gasteiger denkt an den wohlklingenden italienischen Namen Carrara, als er dem deutschen und vom Mitkonkurrenten Hauser besetzten Laas, die phonetisch bessere italienisch klingende Endung "a" ansetzt und in München in der Dantestraße 2a den Sitz der "Lasa Marmorbruchbetrieb in Laas (Tirol)" einrichtet.