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Das Marmorvorkommen

Das von der Lasa Marmo im Laaser Tal genutzte Marmormassiv erhebt sich an der Nordostflanke der Ortlergruppe, ca. 40 km westlich von Meran innerhalb des Gemeindegebietes von Laas im Vinschgau. Der vor 400 Millionen Jahren im Norden Afrikas abgelagerte Kalkstein wurde unter Überlagerungsdruck und Temperaturen bis 600 Grad Celsius zu weißem, metamorphem Marmor umgewandelt und während der variskischen Gebirgsbildung in die Gegend von Laas transportiert. Das gesamte Marmorvorkommen der sogenannten „Laaser Einheit“, welche sehr große reinweiße Marmoreinschlüsse bezeichnet, wird auf 500 Millionen Kubikmeter geschätzt.

Der Jennwandbruch: höchster Marmorbruch Europas

Die Lechner Marmor AG verfügt über drei Brüche zwischen 1653 und 2288 Metern Höhe, darunter der untere und obere Jennwandbruch. Bereits im Jahr 2012 wurde eine moderne Transportseilbahn zum oberen Jennwandbruch errichtet, sodass auch hier der Abbau besonders umweltschonend unter Tage stattfinden kann. Der Stollen im oberen Jennwandbruch liegt mitten in einer fast senkrechten Felswand auf 2228 Metern Höhe. Es handelt sich um den höchstgelegenen Marmorstollen Europas. In der Jennwand befinden sich große Vorkommen des reinen, weißen Laaser Marmors.

Im Einklang mit Natur und der Bevölkerung

Ein erklärtes Ziel der Lasa Marmo GmbH ist der Erhalt und die Sanierung der über 80 Jahre alten und heute noch mit Originalteilen funktionierenden Marmorbahn als Transportstruktur für den weißen Naturstein. Als Unternehmen tragen wir der Tatsache Rechnung, dass sich unsere Bruchgebiete in ökologisch höchst sensiblen Gebieten des 1935 geschaffenen Nationalparks Stilfser Joch befinden. Dass unser Vorhaben, den weißen Laaser Marmor im Einklang mit dem Ökosystem des Nationalparks zu gewinnen, keine leere Behauptung ist, haben die neuen Inhaber der Lasa Marmo GmbH bereits 2007 mit der Flurkartierung des Laaser Tales bewiesen.