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1939Antonio Consiglio betreibt die Lasa Marmo in Eigenregie

Die Zeit zwischen 1938 und 1947 hinterlässt auch in Laas deutliche Spuren einer unheilvollen Zeit. Ein am 21. Oktober 1939 zwischen Hitler und Mussolini abgeschlossener Vertrag ("Option") zur Umsiedlung der deutschen und ladinischen Minderheit in Südtirol hat zur Folge, dass rund 200.000 Südtiroler (in Laas rund 1.100) für das Großdeutsche Reich optierten. Bis zur deutschen Besetzung Südtirols 1943 - nach dem Zusammenbruch des faschistischen Regimes – wanderten bedingt durch den Kriegsausbruch lediglich 75.000 Südtiroler aus.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges 1945 kehrte ein Großteil der Reichsoptanten wieder zurück. Teile des Weißwasserbruches wurden sogar als Geheimlager der Wehrmacht für Lebensmittel und Spirituosen verwendet. Dass der Betrieb in Laas zwischen 1938 und 1947 nicht völlig stagnierte, dafür sorgte Antonio Consiglio, der den Betrieb in Laas in Eigenregie weiterführte, wobei er Pachtverträge mit der Hardy-Bank und danach mit der "Ente Nazionale per le Tre Venezie" ("Nationalverwaltung der Dreivenezien") unterhielt und in der Anfangszeit zeitweise über 50 Arbeiter beschäftigte.