Bildhauer lieben Laaser Marmor – früher wie heute

Viele Steinbildhauer und Steinmetze wussten schon immer und wissen heute noch die außerordentlichen Vorzüge des Laaser Marmors zu achten und zu schätzen. Dr. Josef Tinzl schreibt in seiner Studie aus dem Jahre 1894 folgendes über den damals genannten Vinstgauer Marmor: "welcher an der blendenden Weisse und Transparenz, die gleichsam das Leben aus dem todten Körper hervorschimmern lässt …". Lebendig erscheinen sie manchmal, die einmaligen Skulpturen und Werke, deren Namen so verschieden sind wie ihre sie erschaffenden Künstler.

Der Kunst hat man in Laas Genüge getan, indem die Marmorfachschule im Jahr 1982 wiedereröffnet wurde, um das Marmorhandwerk vor Ort wie einst zu kaiserlich-königlichen Zeiten zu erlernen.

Hauptsächlich wird als Arbeitsmaterial der aus dem nahen Weißwasserbruch gebrochene weiße Laaser Marmor verwendet wenngleich die Methoden des Abbaus sich grundlegend geändert haben. Und immer wieder verschlägt es Künstler aus aller Welt nach Laas um vor Ort den besonderen Naturstein zu bearbeiten und gleichzeitig den Berg, die Jennwand, vor Augen zu haben, in deren heiligen Hallen der Laaser Bergschatz zu Hause ist.