Liquiditätsprobleme führen zu Entlassungen und Streiks - Laaser Marmor
1965

Liquiditätsprobleme führen zu Entlassungen und Streiks

Am 3. Mai 1965 waren die Zahlungen soweit abgeschlossen, dass die "Cava Romana S.p.A." der "Lasa Marmo S.p.A." mitteilen konnte, dass das "Ente" 95 Prozent der Aktien nun übergeben hätte und das Gesellschafterbuch zu ajournieren wäre. In den ersten Jahren garantierte Sonzogno der Belegschaft Kontinuität und tätigte sogar Neuanstellungen. Getrieben von der finanziellen Schieflage seines Unternehmens, bedingt durch den überteuerten Kauf und die schlechte Auftragslage, wälzte er jedoch bald seine Liquiditätsprobleme auf die Arbeiter ab. Im Jahr 1965 geriet Sonzogno mit den Lohnzahlungen in Rückstand. Er entließ Arbeiter und Angestellte, darunter mit Pietro Sanavio auch ein Mitglied des Betriebsrates, das politisch dem PSI, dem Partito Socialista Italiano, angehörte. Hierauf traten die Arbeiter in den Streik und gaben ihrer Unzufriedenheit Ausdruck.

Die Bevölkerung und der Gemeinderat von Laas protestierten kräftig mit. Es kam zu Arbeitskämpfen und viele der zugewanderten italienischsprachigen Arbeiter aus der Provinz Avellino und den Regionen Kalabrien und Veneto waren gezwungen Laas zu verlassen. Genauso die Fachleute, die im Zuge der Produktion für die Marmorkreuze aus Sant Ambrogio bei Verona gekommen waren. Sie alle kehrten in ihre Heimatgemeinden zurück oder suchten sich eine Beschäftigung als Steinmetz oder Brucharbeiter dort, wo man sie noch brauchte.

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