Der Weg zur Privatisierung der Lasa - Laaser Marmor
1961

Der Weg zur Privatisierung der Lasa

Für die Reaktivierung des Mitterwandlbruches, in dem nach dem Ersten Weltkrieg nur noch das Unternehmen Hauser tätig gewesen war, wurden unverhältnismäßig hohe und betriebswirtschaftlich kaum zu rechtfertigende Summen investiert. Bis 1962 holte die Lasa Marmo lediglich 624 Kubikmeter Marmor aus dem Mitterwandl, eine geringe Menge im Vergleich zum Jahre 1928 mit einem Volumen von zirka 10.000 Kubikmetern. In einer Analyse wurden die angehäuften Verluste aufgeführt. Es seien bis 1962 600 Millionen Lire investiert worden, um vor allem die Arbeitsplätze für die überwiegend italienischsprachigen Arbeiter – wie es heißt – zu errichten und zu sichern.

Die unternehmerische Schieflage und auch eine äußerst politisch angespannte Situation inmitten der so genannten "Bombenjahre", in welchen Aktivisten mit Sprengstoffanschlägen auf staatliche Einrichtungen auf die nach wie vor bestehenden ethnischen Missstände in Südtirol aufmerksam machten, begünstigten Verkaufsabsichten des "Ente".

Der Weg zur Privatisierung der Lasa
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