Südtirol kommt zu Italien - Laaser Marmor
1919

Südtirol kommt zu Italien

1919 wird in St. Germain, einem kleinen Pariser Vorort, die Donaumonarchie zerschlagen. Die Gebiete südlich des Brennerpasses (Südtirol und das heutige Trentino) gehen an Italien. Mit der Machtergreifung des Faschismus kam es zudem zur "Assimilierung" und "Italianisierung": Nach dem Willen der Faschisten sollte im gesamten Staat Italien nur mehr die italienische Sprache und Kultur existieren; also durfte es keine Minderheiten, keine anderen Sprachen und keine anderen Kulturen mehr geben. Ziel der Faschisten war es, für die Menschen in Südtirol und anderen Gebieten mit Sprachminderheiten das Ende ihrer Identität herbeizuführen.

Vehementester Vertreter der Assimilierungs- und Italianisierungpolitik war Ettore Tolomei (1865 – 1952). Sein Programm - eingeführt 1923 - war umfassend: Es sah beispielsweise das Verbot des Namens Tirol vor, die Italianisierung der Orts- und Flurnamen, die Italianisierung der Familiennamen und Grabinschriften, den Unterricht ausschließlich in italienischer Sprache, Italienisch als alleinige Amtssprache u.a.m. Alles Deutsche wurde aus dem öffentlichen Leben gestrichen. Aus Laas wurde schlussendlich Lasa.

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