

Auf dieser 950 Meter langen Standseilbahn ist es möglich eine 40-Tonnen-Last mit einer Geschwindigkeit von 1 m/Sek in 16 Minuten und einem Gefälle von 50% zu Tal zu befördern (480 Meter Höhenunterschied). Angekommen im Tal wird der Wagen von einer weiteren Lokomotive auf der Flachstrecke im Tal zum 800 Meter entfernten Lagerplatz gezogen. Die Laaser Marmorbahn ist seit 1930 ohne Unfall oder großer Reparatur (selbst die von der Firma Bleichert 1929 gelieferten Getriebeersatzteile mussten bis heute nicht ausgetauscht werden) in Betrieb. Die 40 Tonnen schwere Winde im Maschinenhaus auf der oberen Bremsbergstation funktioniert immer noch einwandfrei und ist zugleich das beste „Museumsstück“ der ganzen Anlage. Ihr unverkennbares Surren lässt so manchen Neugierigen im Tal zum Bremsberg hinaufschauen und verrät, ob es der kostbare Stein ist oder die „Schicht“, die abgeseilt wird. Alle Marmorbrüche von Laas liegen im italienischen Nationalpark Stilfser Joch, daher stellte die Bremsberganlage mit Kabelkran und den beiden Flachbahnen schon zur Konstruktionszeit seit deren Inbetriebnahme die umweltschonendste Transportmethode des Marmors in Laas dar.
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