Laas = Marmor - Laaser Marmor

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Laas = Marmor

Die Ortschaft Laas wurde urkundlich erstmals 1143 als „Las“ erwähnt. Der Ursprung des Namens ist nicht eindeutig geklärt. Eine mögliche Erklärung liegt in der Rückführung auf eine vorromanische Bezeichnung für Gestein, Schottergeschiebe oder Schuttkegel. Andere Quellen nehmen an, dass dem Ort die indogermanische Wurzel „les“, in der Bedeutung „nachlassen, müde werden“ zugrunde liegt. Nach dem steilen Straßenanstieg über den großen Gadriaschuttkegel lässt die Steigung plötzlich nach. 1873, anlässlich der Weltausstellung in Wien, führte Johannes Steinhäuser, welcher in Laas den ersten marmorverarbeitenden Betrieb „Laaser Marmorwerke“ gründete, den Handelsnamen „Laaser Marmor“ ein. Die amtliche italienische Ortsbezeichnung „Lasa“ hingegen wurde als Fantasienamen seitens der neuen Machthaber 1923, nach der Angliederung Südtirols durch Italien, eingeführt. Nach heutigem Erkenntnisstand wurde der neue italienische Ortsname „Lasa“ vom 1912 von Mathias Gasteiger gegründeten „Laasa Marmorburchbetrieb in Laas (Tirol)“ abgeleitet. Der Münchner Künstler und Unternehmer übernahm 1921 in Pacht den Weißwasserbruch im Laaser Tal und gründete 1925 die „La(a)sa Marmorindustriegesellschaft m.b.H“. Gasteiger verhalf der Marmorindustrie vor Ort zu Investoren, die 1928 den bis heute im Vinschgau bestehenden Marmorgroßbetrieb errichteten.

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