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Wir schreiben das Jahr 1851. Es ist das Geburtsjahr des Begründers des industriellen Laaser Marmorabbaus, Josef Lechner. In jungen Jahren reiste Lechner in die Schweiz und nach Bayern. 1882 kehrte er zurück und beschloss, sich selbständig zu machen. Nach wenigen Jahren besaß er in Bozen einen marmorverarbeitenden Filialbetrieb, in dem bis zu 25 Handwerker arbeiteten. In Laas beschäftigte Lechner in den von ihm gepachteten Brüchen, darunter dem Weißwasserbruch, in seiner besten Zeit um 1900 bis zu 100 Arbeiter. Josef Lechner fertigte kunstgewerbliche und bildhauerische Werke aus dem inzwischen berühmten Laa ser Marmor und belieferte Österreich, Ungarn, Russland, England, Deutschland und selbst ferne Länder wie Abessinien und die USA. Berühmte Monumente, die zu jener Zeit die Lechner Werkstätten verlassen hatten, waren un ter anderen Denkmalfiguren wie Kaiser Wilhelm (Stettin), eine 3,5 m hohe Christusfigur für Riga, eine große Christusstatue für Berlin und mehrere Figuren für die dortige Siegesallee, ein umfangreiches Grabmal (Braunschweig), der große Altar für Marling bei Meran und das 1903 nach London gelieferte Königin-Viktoria-Denkmal.
