

Die Lechner Marmor AG verfügt über drei Brüche zwischen 1653 und 2288 Metern Höhe, darunter der Interessante, der Jennwand-Bruch. Der Abbau des Marmors - nach Fertigstellung der Bringstrukturen - wird auch hier besonders umweltschonend unter Tage stattfinden. Der Stollen in der Jennwand - dem höchsten Marmorstollen Europas - beginnt mitten in einer fast senkrechten Felswand in 2228 Metern Höhe. In der Jennwand bzw. im gesamten Bergmassiv der Jennwand befinden sich große Vorkommen des reinen, weißen Marmors. Durch die Nutzung der bereits bestehenden Stollen kann ohne nach außen sichtbare Eingriffe im Innern des Berges gearbeitet werden. Im Sinne einer hohen Produktakzeptanz in der Bevölkerung, liegt es im Interesse des Unternehmens, auch hier alle technischen Möglichkeiten eines umweltschonenden Abbaus zu nutzen. Der Abtransport vom Stollen auf 2288 Meter in den Verarbeitungsbetrieb im Tal (837 Meter über Meer) wird ebenfalls umweltschonend durchgeführt. Vom Stollenausgang bis 1650 Meter über Meer wird zu der bestehenden eine neue Lastenseilbahn gebaut. Von der Talstation aus werden die in der Jennwand gewonnenen Marmorblöcke mit umweltschonenden Spezialfahrzeugen zur Anschlussstelle ("Auflege") bzw. Endstation der oberen Marmorbahn gebracht. Über die obere Marmorbahn und die Schrägbahn werden die Marmorblöcke schlussendlich ins Tal zur Weiterverarbeitung befördert.
